Auf ewig Dein – Tatort Dortmund – Folge 898

by on 2. Februar 2014

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Im Tatort „Auf ewig Dein“ wird Hauptkommissar Faber wieder einmal mit seiner Vergangenheit konfrontiert, die ihn nicht loslässt und in dieser Folge viele Verstrickungen ans Tageslicht bringt. Zudem müssen sich die vier Dortmunder Ermittler mit einem düsteren Vorwurf befassen.

Die Leiche der 12jährigen Marie wird im Wald bei Dortmund gefunden. Das Mädchen wurde zuvor erdrosselt und dann nur im Wald verscharrt. Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) glaubt zudem, dass sich der Täter auch an weitere Mädchen vergangen hat, denn seit einem Tag ist auch die 13jährige Lisa verschwunden. Beide Mädchen sehen sich sehr ähnlich.

Tatort: Auf ewig Dein

Auf ewig Dein – Tatort Dortmund / Bild: WDR/Thomas Kost

Die Ermittler werden bald auf Lisas Stiefvater Gunnar Stetter (Hans-Jochen Wagner) aufmerksam und finden bei ihm kinerpornografisches Material auf dem Computer. Doch es wird auch der Rechner von Lisas Vater Stefan Passik (Martin Reik) beschlagnahmt und die Kommissare fürchten, einem Pädophilen-Ring auf der Spur zu sein.

Peter Faber wird wie auch in den Folgen zuvor von seiner Vergangenheit eingeholt, die ihn nach wie vor nicht ruhig schlafen lässt. Denn der aktuelle Fall erinnert ihn an den tödlichen Unfall seiner Frau und seiner Tochter. Außerdem ist Oberkommissarin Nora Dalay (Aylin Tezel) schwanger und ihr Freund und Kollege Daniel Kossik (Stefan Konarske) möchte im Gegensatz zu Nora das Baby behalten. Auch Hauptkommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) muss sich in dieser FOlge ihrem Privatleben stellen, was ihr ganz und gar nicht in den Kram passt.

Peter Faber und Markus Graf auf dem Dach eines Dortmunder Hochhauses

Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) und Markus Graf (Florian Bartholomäi) auf dem Dach eines Dortmunder Hochhauses / Bild: WDR/Thomas Kost

Majas Bewertung: ★★★★★★★★★☆
„Auf ewig Dein“ ist irgendwie anders als die ersten drei Tatort-Folgen aus Dortmund. Während das Ermittler-Team die Entführung und Ermordung von mehreren jungen Mädchen aufklären muss, wird Hauptkommissar Faber (Jörg Hartmann) wieder einmal mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Allerdings scheint es heute endlich einen Schritt weiter zu gehen, denn wir Zuschauer erfahren erstmals Einzelheiten. Faber wirkt zudem wesentlich umgänglicher und scheint auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren, was ihm außerordentlich gut steht. Auch Hauptkommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) hat mir in dieser Folge wesentlich besser gefallen und schafft es mit Faber umzugehen. Die beiden scheinen noch ein Team zu werden und sich nicht permanent anzuschreien. Das Duell zwischen Peter Faber und Markus Graf (Florian Bartholomäi) ist ein Duell zwischen Schmerz und Verzweiflung, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen Opfer und Täter – und insgesamt ein großes Schauspiel. Außerdem hat mit gefallen, dass das Thema rund um Noras (Aylin Tezel) Schwangerschaft und ihrer Beziehung zu Daniel Kossik (Stefan Konarske) nur eine Nebenhandlung geblieben ist, wenn auch eine wichtige.

Dieser Fall wirkt mit schier unendlichen Psycho-Spielchen sehr düster. Die Handlung ist plausibel und Regisseur Dror Zahavi sowie die Mitwirkenden verstehen es, Spannung aufzubauen und diese über den gesamten Zeitraum zu halten bzw. zu steigern. Mit Krimi-Elementen und ohne viele Klischees lässt sich eben doch ein wirklich guter Tatort herstellen, der durch die Zugabe von professionellen Schauspielern punkten kann. Zu meckern gibt es heute im Grunde nichts und auf Kleinigkeiten möchte ich nicht herumreiten. Mit „Auf ewig Dein“ konnten mich die Dortmunder heute das erste Mal überzeugen und ich freue mich auf weitere Fälle.

Knuts Bewertung: ★★☆☆☆☆☆☆☆☆
Viel gibt es zum Tatort aus Dortmund „Auf ewig Dein“ nicht zu sagen. Man sucht weiterhin vergebens nach dem Sympathieträger im Ermittlerteam. Dass das Privatleben der Kommissare zunehmend thematisiert wird, ist aus den anderen Tatorten bekannt, dass der Fall allerdings gänzlich durch das private verdrängt wird ist neu. Wie in allen bisherigen Tatorten aus Dortmund wird der Tod von Fabers Frau und Kind dramatisiert und wird hier sogar fallspezifisch. Am Rande wird dann aber doch noch ermittelt. Es wird der Mörder eines zwölfjährigen Mädchens gesucht, das tot und vergewaltigt in einem Waldstück gefunden wird.

Insgesamt gibt es fürchterlich viel Dialog um eine verschwindend kleine Story. Dem Tatort „Auf ewig Dein“ fehlt es völlig an Spannung, die Verbindung von Kommissar Faber zum Hauptverdächtigen erscheint doch sehr an den Haaren herbeigezogen, so wie auch der Zufall, dass Kommissarin Bönisch einem verdächtigen, koksdielenden Gigolo schon einemal geschäftlich begegnet ist. Alles in Allem kein überzeugender Tatort.

Sendeinformationen
Sendelänge – 87:39
Drehbuch – Jürgen Werner
Regie – Dror Zahavi
Erstsendung – 02.02.2014
Produktionsfirma – Colonia Media
Produktionssender – WDR
Drehort – Dortmund, Köln
Bildformat – 16:9
Redaktion – Frank Tönsmann

Besetzung
Hauptkommissar Peter Faber – Jörg Hartmann
Hauptkommissarin Martina Böhnisch – Anna Schudt
Oberkommissarin Nora Dalay – Aylin Tezel
Oberkommissar Daniel Kossik – Stefan Konarske
Gerichtsmediziner Jonas Zander – Thomas Arnold
Hauptkommissar Krüger – Robert Schupp
Toni Kelling – Jo Weil
Markus Graf – Florian Bartholomäi
Gunnar Stetter – Hans-Jochen Wagner
Stefan Passik – Martin Reik
Katja Bartok – Caroline Ebner
Lea Luschek – Leoni Potthoff
N.N – Marlene Wessendorf

Stab
2nd Unit Kamera – Jan Kulkies
Assistent der Set-AL – Katharina Seiler
Aufnahmeleitung – Markus Hesseling
Außenrequisite – Dagmar Wiggenhauser
Baubühne – Olaf Beckert
Beleuchter/Beleuchtungstechnik – George Bozkurt
Beleuchter/Beleuchtungstechnik – Patrick Kohlmeier
Besetzung/Casting – Gitta Uhlig
Continuity – Maria Wolf
Digital Imaging Technician – David Buchrainer
Garderobe – Anna-Maria Valeton
Herstellungsleitung – Andreas Berndt
Innenrequisite – Jan Feil
Kamera – Gero Steffen
Kameraassistenz – Maximilian Prinz
Kameraassistenz – Sascha Werdehausen
Kameraassistenz – Fee Strothmann
Kamerabühne – Hannes Staehle
Kamerabühnenassistenz – Björn Wiesenthal
Kamerabühnenassistenz – Johanna Huebner
Kostüme/Kostümbild – Martina Jeddicke
Lichtassistenz – Tim Harlinghausen
Location Scout – Frank Meter
Maske/Maskenbildner – Simone Schlimm
Maske/Maskenbildner – Ulrike Bruns-Giffel
Maske/Maskenbildner – Dorle Neft
Mischung – Martin Grube
Motivaufnahmeleitung – Romy Kießling
Musik/Filmkompositionen – Jörg Lemberg
Oberbeleuchter – Armin Bürkle
Postproduktion – Horst Jaquet
Produktionsassistenz – Maike Pecksen
Produktionsleitung – Marion Sand
Produzent – Sonja Goslicki
Regieassistenz – Raimond Schultheis
Schnitt – Fritz Busse
Set Dresser – Nora M. Stenutz
Set Dresser – Petra Rauhut
Set-Aufnahmeleitung – Manuel Faber
Sounddesign – Klaus Waßen-Floren
Standfotografie – Thomas Kost
Stunt Koordination – Ernst Reimann
Szenenbild – Gabriele Wolff
Szenenbildassistenz – Giovanni Scribano
Ton/Filmtonassistenz – Bennet Switala
Ton/Filmtonmeister – Michael Felber

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