Der Schrei – Tatort Ludwigshafen – Folge 776

by on 17. Oktober 2010

Eine Familie besucht gemeinsam einen Freizeitpark und verbringt schöne Stunden miteinander. Als die Eltern der siebenjährigen Tochter Sandra jedoch vom Abendessen zurückkehren ist das Mädchen spurlos verschwunden. Nur wenig später trifft die grausame Nachricht bei den Eltern ein: Ihre Tochter wurde tot ein einem Wildbach auf dem Gelände des Freizeitparks gefunden.

Die routinierten Kommissare Lena Odenthal und Mario Kopper ermitteln sehr schnell zwei Verdächtige. Darunter ist der wegen des Missbrauchs an einem Mädchen verurteilte Schreiner Tom Heyer, sowie der Rechtsanwalt Werner Rahn. Dieser will den ganzen Abend allein im Freizeitpark gewesen sein, dies auch der letzte Abend vor seiner Hochzeit war.

Nach einigem hin und her scheint sich das Blatt abermals zu wenden, als die Mutter des Mädchens selbst in den Fokus der Ermittlungen gerät. Lena Odenthal hat zunehmend selbst mit dem Fall und der verzwickten Situation zu kämpfen, denn sie spürt die enorme psychische Belastung aller Beteiligter, besonders aber der verdächtigen Mutter. Ist sie tatsächlich die Mörderin, oder nur eine Mutter, die unlängst ihr Kind verlor?

Sebastians Bewertung: ★★★★★☆☆☆☆☆

Odenthal und Kopper beginnen ihre Ermittlungen mit dem Enthusiasmus eines Nacktmulls beim Friseur, wodurch “Der Schrei” keinerlei Geschwindigkeit aufnimmt. Dieser, hauptsächlich durch den Plot verursachte Missstand zieht sich dann auch weiter durch den Fall, der auch im weiteren Verlauf nicht so recht Fahrt aufnehmen will. Erst zum letzten Drittel geben die plötzlichen Wendungen “Der Schrei” noch den nötigen Tiefgang und das nötige Profil, welches normalerweise einen guten Tatort ausmacht. Auch die Kameraarbeit und Inszenierung steigern sich kontinuierlich und spielen geschickt mit dem verstorbenen Mädchen und den Wahnvorstellungen der Mutter. Zu gefallen wissen auch Sekretärin Keller und Rechtmediziner Becker, die sich nicht zu schade sind eine Folge lang die Babysitter zu mimen. Insgesamt eine solide Leistung, die durch einen langatmigen Beginn und ein zu konstruiertes Ende leider sehr geschmälert wird.

Majas Bewertung: ★★★★★★☆☆☆☆

Das Mädchen Sandra wird ermordet in einem Freizeitpark aufgefunden. Unter Mordverdacht stehen neben einem dubiosen Verdächtigen ein Sexualstraftäter und die Mutter selbst. Eifersucht könnte ein mögliches Motiv sein, welches in der Familie eine große Rolle spielt. Erst zum Schluss wird dieser Tatort richtig spannend. „Der Schrei“ führt schließlich zum Täter und lässt den Titel des heutigen Falles einen Sinn ergeben. Der Ludwigshafener Tatort lebt von der Teamarbeit der beiden Kommissare, die oft unterschiedliche Fährten aufnehmen. Insgesamt ein sehenswerter Tatort.

Sendeinformationen

Sendelänge: 88:49
Drehbuch: Harald Göckeritz
Regie: Gregor Schnitzler
Erstsendung: 17.10.2010
Produktionssender: SWR
Arbeitstitel: Schlaflos
Produktionsfirma: Maran Film
Drehort: Ludwigshafen, Baden-Baden, Karlsruhe, Erlebnispark Tripsdrill
Bildformat: 16:9
Redaktion: Melanie Wolber

Besetzung

Hauptkommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Hauptkommissar Mario Kopper – Andreas Hoppe
Peter Becker [Kriminaltechniker] – Peter Espeloer
Frau Keller – Annalena Schmidt
Ruth Fichtner – Annika Kuhl
Peter Fichtner – Roeland Wiesnekker
Tom Heye – Fabian Busch
Werner Rahn – Jan Messutat
N.N – Pero Radicic
N.N – Aleksandra Odie
Gerichtsmedizinerin – Brigitte Zeh

Stab

Besetzung/Casting – Birgit Geier
Erster Aufnahmeleiter – Maike Bodanowski
Kamera – Cornelia Wiederhold
Kameraassistenz – Michael Merkel
Kamerabühne – Johannes Krieg
Kostüme/Kostümbild – Ivana Milos
Location Scout – Pamela Schmidt
Produktionsleitung – Michael Bentkowski
Produzent – Sebastian Hünerfeld
Produzent – Sabine Tettenborn
Regieassistenz – Sibylle Illner
Set-Aufnahmeleitung – Volker Stappenbeck
Standfotografie – Jaqueline Krause-Burberg
Szenenbild – Annette Lofy

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