Familienbande – Tatort Köln – Folge 782

by on 5. Dezember 2010

Die schlimmsten Befürchtungen werden Realität, als Mark im Kühlraum des „Fringshofs“ erfroren aufgefunden wird. Seine Eltern hatten den Jungen zuvor als vermisst gemeldet und hofften darauf, dass er nur ausgerissen sei. Zunächst ist für die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) nicht klar, ob es sich um einen Mord oder einen Unfall handelt. Die Trauer über den Verlust seines Sohnes belastet Marks Vater Bernd Bürger so sehr, dass sie ohne die Umstände des Todes zu kennen in blanke Wut und Hass umschlägt. Für ihn steht von Beginn an fest, dass die Hofbesitzerin Iris Findeisen die Schuld am Tod seines Sohns trägt und dafür bestraft werden sollte. Ein Motiv fehlt aber, denn warum aber sollte die Wild- und Geflügelhändlerin ein unschuldiges Kind umbringen?

Die Kommissare Ballauf und Schenk sind sehr skeptisch und nehmen wie gewohnt die Ermittlungen auf. Ganz offensichtlich ist die Wild- und Geflügelhändlerin Findeisen in dem kleinen Ort am Kölner Stadtrand allgemein nicht sehr beliebt bei ihren Mitmenschen. Auch Marks Großmutter Helene und den Verantwortlichen des benachbarten Schützenvereins ist die attraktive Geschäftsfrau schon immer ein Dorn im Auge. Lediglich Marks Mutter Nadja Bürger verhält sich der Händlerin gegenüber auffällig zurückhaltend. Nach dem Tod ihres Sohns steht sie allerdings auch noch völlig unter Schock und ist zu keiner Aussage fähig. Doch schon wenig später geschieht ein zweiter Mord, der die Ermittlungen in Gang bringt.

Sebastians Bewertung: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermitteln in Familienband im Klüngel und Filz von Dorfgemeinschaft und Familie und verirren sich aus einem Geflecht von Lügen und Halbwahrheiten, bleiben schauspielerisch aber sehr blass. Trotz des komplex erscheinenden Plots ist die Geschichte ziemlich durchsichtig und führt von einem Gähnen zum nächsten. Kamera und Bild wirken trist und inspirationslos abgefilmt.

Insgesamt ist Familienbande einer der wenigen ganz schwachen Kölner Tatorte. Es scheint sich hierbei um absolute Massenware zu handeln, die ohne einen Funken Originalität und Kreativität auf den Fernsehmarkt geschmissen wurde. Als positiver Aspekt können nur die größtenteils überzeugenden Nebendarsteller vermerkt werden. Auch inhaltlich steckte dieser Tatort voller Fehler. So wurde Mark am 10.10.2010 auf dem Weg zur Schule ermordet, während die Tatverdächtigen allesamt arbeiten waren. Blöd nur, dass der 10.10.2010 ein Sonntag war.  Schade WDR, dass hat dieses Ermittlerdou eigentlich nicht verdient.

Majas Bewertung: ★★★☆☆☆☆☆☆☆

Die Folge beginnt dramatisch mit dem Tod des 9-jährigen Mark, der erfroren in der Kühlkammer auf dem Fringshof aufgefunden wird. Schnell steht fest, dass es geplanter Mord gewesen sein muss. Doch wer bringt einen kleinen Jungen um? Und was steckt hinter diesem unglaublichen Fall? Diese Frage kann man sich die komplette Sendezeit über stellen. Der Tatort gewinnt leider nicht an Fahrt, auch nicht, als plötzlich Iris Findeisen, die Hofbesitzerin und Liebhaberin der Mutter des toten Jungen erschossen aufgefunden wurde.

Schenk und Ballauf ermitteln wie immer als eingespieltes Team und ziehen bei ihren Ermittlungen an einem Strang. Freddy Schenk kümmert sich außerdem nebenbei um seine Tochter und Enkeltochter, denn er macht sich ständig Sorgen um die beiden.

Sowohl die Außen- als auch Innenaufnahmen sind oft dunkel, die Kameraeinstellungen gewählt langsam. Der Tatort spielt am Stadtrand von Köln, besser gesagt, auf einem Hof in der Nähe – die Umgebung grau und nebelig. Und dazu passend Nachbarschaftsrivalitäten gemixt mit Intrigen und Beziehungsgelechten. Langweilig und ohne nennenswerte Höhen oder Tiefen konnte der Kölner Tatort “Familienbande” heute aus meiner Sicht leider nicht überzeugen.

Sendedaten

Sendelänge: 87:15
Drehbuch: Lars Böhme
Idee: Hans Werner
Regie: Thomas Jauch
Erstsendung: 5.12.2010
Produktionssender: WDR
Arbeitstitel: Nur ihr Bestes
Produktionsfirma: Colonia Media
Drehort: Köln und Umgebung
Bildformat: 16:9
Redaktion: Katja de Bock, Frank Tönsmann

Besetzung

Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Dr. Joseph Roth – Joe Bausch
Melanie Schenk – Karoline Schuch
N.N – Katharina Lorenz
N.N – Mark Waschke
N.N – Petra Kelling
N.N – Anna Schudt

Stab

Produzent – Sonja Goslicki
Ausführender Produzent – Liane Retzlaff
Redakteur – Frank Tönsmann
Originalmusik – Stephan Massimo
Kamera – Clemens Messow
Schnitt – Anke Berthold
Szenenbild – Naomi Schenck
Kostüme – Martina Geddicke
Produktionsleiter – Marion Sand
Regieassistenz – Kirsten Laser
Ton – Michael Felber
Geräuschemacher – Wilmont Schulze
Tonschnittleitung – Klaus Waßen-Floren
Tonmischung – Eberhard Weckerle
Kameraassistenz – Thomas Antoszczyk
Steadicam Operator – Thomas Korda
Lichttechniker – Wanja Krieger
Lichttechniker – Jan Odenthal
Lichttechniker – Thorben Olbertz
Oberbeleuchter – Andreas Theiner
Lichttechniker – Jacco Toufexis
Lichttechniker – Marc Von Kuk

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