Ihr Kinderlein kommet – Tatort Köln – Folge 835

by on 9. April 2012

Im Kölner Tatort „Ihr Kinderlein kommet“ findet die Handlung von „Kinderland“ ihre Fortsetzung, als die Kölner Kommissare zu einem Schrottplatz gerufen werden. Dort hat die Spurensicherung Hinweise auf Anna Römer gefunden, die in Leipzig als vermisst gemeldet worden ist. So bringen auch die beiden Kölner Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) die Indizien zusammen und stellen fest, dass es einen Zusammenhang zum Leipziger Fall um die verschwundene Sarah Stellwag geben muss. Daraufhin werden auch die Leipziger Kollegen Eva Saalfeld und Andreas Keppler (Martin Wuttke) alarmiert und eilen zur Unterstützung in die Domstadt.

Ihr Kinderlein kommet - Tatort Köln

Ihr Kinderlein kommet - Tatort Köln / Bild:WDR/Willi Weber

Kaum angekommen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit: Es werden drei Mädchenleichen aus dem Rhein gezogen und die Chance Anna Römer noch lebend zu finden schwinden. Anscheinend hat man es mit einem Serientäter zu tun, dessen Taten in immer kürzeren Intervallen stattfinden. Den Kommissaren bleiben noch maximal zwei oder drei Tage, um das Mädchen aufzuspüren und vor dem Serienkiller in Sicherheit zu bringen. Ein schweres Unterfangen, dass die vier Ermittler an ihre Grenzen bringen wird…

Sebastians Bewertung: ★★★★★★★★☆☆
Im neuen Kölner Tatort „Ihr Kinderlein kommet“ wird die Handlung des Leipziger Tatorts „Kinderland“ fortgesetzt. Dabei können die beiden Kölner Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) wieder auf die Unterstützung der Leipziger Kollegen Eva Saalfeld und Keppler (Martin Wuttke) zurückgreifen. Durch eine etwas schnellere Handlungsweise und das nun reversierte Kriminalspiel mit bekanntem Täter ist der Plot wesentlich interessanter und spannender gestaltet, als der Auftaktkrimi. Auch die Darsteller können etwas mehr schauspielerische Klasse zeigen. Obwohl sich am Produktionsstab nichts zum ersten Teil geändert hat, wirken Kamera, Bild, Ton und Schnitt wesentlich besser aufeinander abgestimmt. Musik und Sound wird zu als wesentlicher Bestandteil der Dramaturgie eingesetzt.

Insgesamt ist der WDR/MDR Koproduktion mit „Ihr Kinderlein kommet“ eine sehr gute Fortsetzung von „Kinderland“ gelungen. Die Handlung ist stimmig und spannend, auch die Darsteller können zum Großteil überzeugen. So konnte die Geschichte einen würdigen Abschluss finden, ohne in die ganz große Mottenkiste zu greifen. So haben wir uns das vorgestellt!

Majas Bewertung: ★★★★★★★☆☆☆
Die Fortsetzung “Ihr Kinderlein kommet” aus Köln wirkt wesentlich aufgesetzter als die erste Folge “Kinderland” aus Leipzig, denn der Flirt zwischen Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Eva Saalfeld (Simone Thomalla) wird zu sehr auf die Spitze getrieben – zu künstlich die Sprüche. Und auch die Dialoge zwischen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) sind überzogen. Doch der Tatort steht in Sachen Dramatik und Spannung dem gestrigen in nichts nach. Wieder gibt die Musik den Ton an. Hauptkommissarin Eva Saalfeld nimmt jedoch den Fall kurzzeitig auf die leichte Schulter und will sich anscheinend alleine beweisen – noch dazu in einem anderen Dienstbezirk. Doch die Kollegen sind in letzter Minute zur Stelle und retten das vermisste Mädchen und selbstverständlich auch die Kommissarin.

Als Fazit nach dieser Doppelfolge aus Leipzig und Köln lässt sich festhalten, dass sich das Konzept definitiv sehen lassen kann, die bisherigen Strukturen durchbricht und Abwechslung schafft. Gerade die Zusammenarbeit dieser beiden so unterschiedlichen Teams konnte überzeugen. Die letzte Szene an Wurstbraterei darf wohl in keinem Kölner Tatort fehlen…

Sendeinformationen
Sendelänge: 88:30
Drehbuch – Jürgen Werner
Regie – Thomas Jauch
Erstsendung – 9.4.2012
Produktionssender – WDR / MDR
Produktionsfirma – Colonia Media
Drehort – Köln und Umgebung, Leipzig, Köln Kalk, Am Eigelstein, Leichlingen
Bildformat – 16:9
Redaktion – Frank Tönsmann (WDR), Sven Döbler (MDR)

Besetzung
Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Hauptkommissarin Eva Saalfeld – Simone Thomalla
Hauptkommissar Andreas Keppler – Martin Wuttke
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Dr. Joseph Roth (Gerichtsmediziner) – Joe Bausch
Anna Römer – Lotte Flack
Peter Bransky – Anian Zollner
Stefan Graz – Jan Henrik Stahlberg
David Schmelzer – Josef Heynert
Thomas Röpke – Thomas Arnold
Martin Brümmer – Florian Lange
Reuther – Timo Ben Schöfer
Robert Tülcher – Jochen Langner
Vanessa – Karolina Berthold
Peter Ammon – Patrick Joswig
N.N – Mirjam Heimann
N.N – Emre Aksizoglu
N.N – Hans Georg Vietje
N.N – Thelma Buabeng

Stab
2nd Unit Kamera – Jörg Viertel
Assistent der Set-AL – Nadine Bingel
Aufnahmeleitung – Sonja Fischer
Außenrequisite – Maiko Ophei
Baubühne – Michael Wirth
Baubühne – Ralf Winterhalder
Beleuchter/Beleuchtungstechnik – Stefan Schauerte
Besetzung/Casting – Anja Dihrberg
Catering – Hermann Koenen
Continuity – Marita Bruch
Digital Colorist – Rainer Bültert
Garderobe – Sandra Lee
Garderobe – Karolina Fido
Grafik – Magrit Meyndt
Herstellungsleitung – Liane Retzlaff
Kamera – Clemens Messow
Kamerabühne – Jürgen Wolf
Kamerabühne – Frnacisco Ochoa-Wagner
Kamerabühne – Benjamin Menne
Kameraassistenz – Tord Erhard
Kameraassistenz – Felix Jost
Komparserie – Angi Peters
Kostüme/Kostümbild – Martina Jeddicke
Location Scout – Silvia Masur
Maske/Maskenbildner – Peggy Lilkendey
Maske/Maskenbildner – Delia Mündelein
Maske/Maskenbildner – Anke Saboundjian
Mischung – Hans Kölling
Musik/Filmkompositionen – Karim Sebastian Elias
Oberbeleuchter – Klaus Bieling
Postproduktion – Carla Schild-Kreindl
Produktionsassistenz – Heike Kerschgens
Produktionsleitung – Jutta Bürsgens
Produzent – Sonja Goslicki
Produzent – Jan Kruse
Regieassistenz – Kirsten Laser
Requisite – Roman Halassy
Schnitt – Anke Berthold
Set-Aufnahmeleitung – Kai Skibba
Set-Aufnahmeleitung – Jan Bierwirth
Sounddesign – Bernd Göbel
Szenenbild – Thomas Schmid
Ton/Filmtonmeister – Michael Felber
Ton/Filmtonmeister – Bennet Switala
Videooperator – Fabian Teichert

Weitere Meinungen und Rezensionen
Spiegel.de: “Doch es ist gar nicht so sehr das plumpe Plagiat, das an dieser Doppelfolge stört, es sind nicht die linkischen Parallelmontagen, mit der die beiden Ermitter-Teams am Anfang zueinander in Beziehung gesetzt werden, es sind auch nicht die umständlichen Dialoge – richtig schrecklich ist der voyeuristische Impuls, der hinter dem Aufklärungs-Krimi über Straßenstrich und Kinderschänder-Verlies auszumachen ist.”

Stimme.de: “Leider ziemlich stereotyp dargestellte, renitente Teenager und undurchsichtige bis verlogene Erwachsene lassen die Kommissare immer wieder gegen eine Wand rennen. Einige tiefe Blicke in finstere Abgründe und viele falsche Fährten später führt eine besonders perverse Spur zurück nach Köln, wo die vier Kommissare am Ende des zweiten Films natürlich an der guten, alten Currywurstbude vis-à-vis des Doms stehen und in trauter Eintracht ein Bierchen trinken – Kölsch für alle, bis auf Keppler, den Ex-Trinker …”

FAZ: “Angesichts der stupend stabilen „Tatort“-Quoten und der Popularität der Leipziger wie der Kölner Ermittler kann das Erste pro Osterfolge bis zu zehn Millionen Zuschauer erwarten. Richtig gut unterhalten werden sie durch die bisweilen gewitzten Dialoge, vor allem aber vom Beziehungsballett einer polizeilichen Viererbande.”

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