Keine Polizei – Tatort Köln – Folge 823

by on 8. Januar 2012

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In einem Park wird ein toter Rentner gefunden und für die beiden Kölner Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) einen neuen Fall mit zahlreiche Fragen aufwirft. Ist der Mann womöglich in eine Schlägerei geraten? Eine Zeugin berichtet, dass eine weitere Person verschleppt wurde. Doch ist diese Aussage wahr? Für die Ermittler steht bald fest, dass es sich um ein Entführungsdrama handelt, denn der 22-jährige Daniel, Sohn des Bauunternehmers Markus Wächter ist verschwunden.

Keine Polizei - Tatort Köln

Keine Polizei - Tatort Köln / Bild: WDR/Uwe Stratmann

Die Entführer melden sich, fordern eine Million Euro und zudem “Keine Polizei”. Ballauf und Schenk finden heraus, dass der aktuelle Fall einer früheren Entführung sehr ähnlich ist. Damals wurde der Täter jeodoch nicht gefasst. Ist ist also durchaus möglich, dass er erneut zugeschlagen hat. Während die die Kommissare weiter ermitteln, wartet der entführte junge Mann auf seine Freilassung und Rettung. Doch als er den Täter erkennt, verschlimmert sich seine Lage.

Sebastians Bewertung: ★★★★☆☆☆☆☆☆
Der heutige Tatort „Keine Polizei“ dreht sich wieder einmal um eine klassische Entführungsgeschichte, mit all den privaten Verstrickungen, Verdächtigungen und Rätseln. Die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär ist leider nicht der Rede Wert. Zu wenig Emotionen, Hingabe und Einsatz lässt der Plot zu. Die Geschichte ist eigentlich facettenreich gestaltet, nur leider kommt erst keine Spannung und bricht in dem Moment zusammen, in dem das Entführungsopfer tot aufgefunden wird. Das Bild wird von weichen und wenig farbenfrohen Einstellungen dominiert. Die Ausstattung und Szenengestaltung ist angemessen zurückhaltend.

Insgesamt ist der Tatort als halbwegs gelungene Entführungsgeschichte zu bewerten. Negativ fällt vor allem die mangelnde Dynamik ins Gewicht. Einen guten Job erledigen die vielen Nebendarstellern, bei denen zwar niemand besonders herausragend in Erscheinung tritt, aber auch keinen Totalausfälle zu verzeichnen sind. Somit ist dem WDR immerhin mal wieder eine Kölner Tatort-Folge gelungen, die zumindest eine vernünftige Sonntagabendunterhaltung darstellt.

Majas Bewertung: ★★★★★★★☆☆☆
Der Tatort “Keine Polizei” behandelt das Thema Entführung und der Fall weist durchaus einige Parallelen zur Reemtsma-Entführung 1996 auf. Die Ironie der Kommissare hält sich heute in Grenzen, sie sind ernster und die ständigen Neckereien zwischen den beiden fehlen fast gänzlich. Doch es ist ein ernster Fall und die Entführung des jungen Mannes fordert ihnen alles ab. Die beiden arbeiten professionell und zeigen keinerlei Scheu vor ihrer Arbeit. Kein Kölner Tatort ohne Flirterei von Max Ballauf. Dieses Mal ist Polizeipsychologin Polizeipsychologin Lydia Rosenberg (Juliane Köhler) sein “Opfer”, die den Kölner Kommissaren unter die Arme greifen soll.

Die Macher des Tatort “Keine Polizei” haben sich nicht auf ausschmückende Kameraeinstellungen oder musikalische Untermalung gestützt sondern einen spannenden Fall produziert, der kaum ausschweift und sich auf das Wesentliche beschränkt. Teilweise gibt es überzogene Darstellungen, aber die gesamte Handlung ist durchaus glaubhaft umgesetzt. Ein facettenreicher Fall, bei dem die Spannung sein Level halten konnte. 7 Punkte für den Tatort aus Köln.

Sendeinformationen
Sendelänge: ca. 90:00
Drehbuch – Norbert Ehry
Regie – Kaspar Heidelbach
Erstsendung – 08.01.2012
Produktionssender – WDR
Produktionsfirma – Colonia Media
Drehort – Köln und Umgebung
Bildformat – 16:9
Redaktion – Frank Tönsmann

Besetzung
Hauptkommissar Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hauptkommissar Freddy Schenk – Dietmar Bär
Franziska Lüttgenjohann – Tessa Mittelstaedt
Dr. Joseph Roth (Pathologe) – Joe Bausch
Staatsanwalt von Prinz – Christian Tasche
Polizeipsychologin Lydia Rosenberg – Juliane Köhler
Markus Wächter (Bauunternehmer) – Thomas Heinze
Pia Wächter – Ulrike Grote
Daniel Wächter – Janusz Kocaj
Elmar Schmitz-Thom – Oliver Bröcker
Heike Schmitz-Thom – Katharina Wackernagel
Hajo Thom – Peter Harting
Securitymann – Frank Kessler
Fahrlehrer – Jürgen Rißmann
Steffi Anderbrügge – Tina Seydel
spielendes Kind – Justin Salowsky
spielendes Kind – Marius Haas
spielendes Kind – Egemen Yildirim
N.N – Robert Gallinowski
N.N. – Nina Vorbrodt
N.N – Moritz Heidelbach

Stab
Aufnahmeleitung – Sonja Fischer
Aufnahmeleitung – Daniel Illigens
Besetzung/Casting – Anja Dihrberg
Best Boy – Roland Scheidt
Continuity – Caroline Krebsfänger
Garderobe – Christina Kindel
Garderobe – Nina Stepuschin
Herstellungsleitung – Liane Retzlaff
Innenrequisite – Dirk Breitenborn
Kamera – Achim Poulheim
Kamerabühne – Marius Möller
Kameraassistenz – Ansgar Krajewski
Kostüme/Kostümbild – Elisabeth Kraus
Licht – Stefan Hiegemann
Location Scout – Abi Roos
Maske/Maskenbildner – Ulrike Bruns-Giffel
Maske/Maskenbildner – Peggy Schmitz
Mischung – Steffen Berlipp
Motivaufnahmeleitung – Lilian Scharnhorst
Musik/Filmkompositionen – Arno Steffen
Postproduktion – Carla Schild-Kreindl
Produktionsleitung – Jutta Bürsgens
Produzent – Sonja Goslicki
Regieassistenz – Regina Spreer
Regieassistenz – Juliane Foitzik
Requisite – Detlef Bonow
Schnitt – Hedy Altschiller
Sounddesign – Klaus Waßen-Floren
Szenenbild – Ralf Mootz
Ton/Filmtonmeister – Wolfgang Wirtz
Ton/Filmtonmeister – Sebastian Lenkert

Weitere Meinungen und Rezensionen

Koeln.de: Die Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk haben einen Fall zu lösen, der stark an die Entführung des Millionärs Jan Philipp Reemtsma durch die Gebrüder Drach erinnert.

Spiegel Online: Good cops? Bad cops! Wurde aber auch mal wieder Zeit. Das obligatorische Kölsch zum Schluss sei Ballauf und Schenk nach dieser Ausnahme-Leistung in Sachen schlechter Laune ausnahmsweise gegönnt.

Evangelisch.de: Keine Schnörkel, keine Botschaft, keine störenden Parallelgeschichten: In seinem elften “Tatort” mit dem Kölner Duo Ballauf und Schenk konzentriert sich Regisseur Kaspar Heidelbach ganz auf die Krimiebene. Diverse Einstellungen belegen zwar die große Sorgfalt der Bildgestaltung (Kamera: Achim Poulheim), aber die Inszenierung ordnet sich konsequent der Geschichte unter.

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{ 1 comment… read it below or add one }

Jos Kayser Januar 9, 2012 um 16:25

Schwache Leistung. Die Geschichte kommt nicht in die Gänge, ist über weite Strecken mit den Haaren herbeigezogen und zudem auch noch altbacken verpackt. Welcher Entführer schneidet denn noch Buchstaben aus Tageszeitungen um Nachrichten zu überbringen? Hallo!? Vielleicht sollten die beiden Kommissare tatsächlich bei dem bleiben, was sie am besten können, Ruhrpot-Ironie mit einem Schuss Frauenfeindlichkeit…

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