Zwischen den Fronten – Tatort Wien – Folge 863

by on 17. Februar 2013

Der Amerikaner Marcus Sherman (Peter Gilbert Cotton) entgeht in Wien nur um Haaresbreite einem Terroranschlag. Der Leiter einer internationalen Konferenz der Vereinten Nationen fährt gefolgt von einigen Diplomaten und Sicherheitsleuten am Tagungsort im Wiener Palais Liechtenstein vor, als sich die Katastrophe ereignet.

Tatort Zwischen den Fronten

Zwischen den Fronten – Tatort Wien / Bild: rbb/ORF/Petro Domenigg

Hinter dem Anschlag steht nach den ersten Ermittlungen ein Selbstmordattentat eines Islamisten. Da sich jedoch trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen ein Bombenanschlag ereignen konnte, wirft der Fall große Wellen. Die beiden österreichischen Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) müssen sich dann auch noch ihren Kollegen und Spezialisten vom Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung unterordnen und mit ihnen zusammenarbeiten. Schließlich aber wendet sich das Blatt und der bisher religös motivierte Anschlag auf Shermann sieht plötzlich ganz anders aus…

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Im Tatort Wien stehen die beiden Ermittler Moritz Eisner und Bibi Fellner im wahrsten Sinne des Wortes “zwischen den Fronten”, denn sie werden von den Spezialisten des BVT nach dem Anschlag auf den Diplomaten Sherman auf Abstand gehalten. Doch die beiden lassen sich nicht so einfach abwimmeln. Insbesondere Major Bibi Fellner (Adele Neuhauser) tritt in diesem Tatort als einsatzbereite Ermittlerin auf, die sich ohne wenn und aber dem Fall annimmt. Im Gegensatz zu vorherigen Folgen, ist Fellner wesentlich sympathischer und man schaut ihr gerne zu. Auch Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ermittelt mit vollem Einsatz. Wie so oft spielt auch dieses Mal seine Tochter Claudia Eisner (Tanja Raunig) mit, die schon wieder etliche Beteiligte und Verdächtige kennt. Muss doch nicht sein, denn gefühlt in jeder Wiener Folge spielt Claudia Eisner an der Seite ihres Vaters und wird in den Fall hineingezogen bzw. kann zur Aufklärung beitragen.

Die vielen eher unbekannten österreichischen Schauspieler in diesem Tatort spielen wirklich gut und sorgen für Abwechslung. So stechen auch die beiden Bundespolizistinnen Melanie Warig (Susanne Wuest) und Julia Wiesner (Stefanie Dvorak) hervor. Auffällig passend ist die Musik, die die Szenen unterstüzt und vom so oft üblichen Geklimper abweicht. Auch die Kamera konnte einige ungewöhnliche Perspektiven einfangen.

Insgesamt ist der Tatort “Zwischen den Fronten” plausibel, die Schauspieler leisten gute Arbeit und der Zuschauer langweilt sich nicht. So macht Tatort Spaß.

Sendeinformationen
Sendelänge – 88:30
Drehbuch – Verena Kurth
Idee – Verena Kurth, Najem Wali
Regie – Harald Sicheritz
Erstsendung – 17.2.2013
Produktionssender – ORF
Drehort – Wien
Bildformat – 16:9
Redaktion – Alexander Vedernjak

Besetzung
Sonderemittler Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Major Bibi Fellner – Adele Neuhauser
Ernst Rauter – Hubert Kramar
Claudia Eisner – Tanja Raunig
Major Julia Wiesner – Stefanie Dvorak
Gerichtsmediziner Gerhard Braun – Andreas Vitasek
Major Melanie Warig – Susanne Wuest
Kriminaltechniker Stefan Slavik – Stefan Puntigam
Marcus Sherman – Peter Gilbert Cotton
Mary Sherman – Geneviève Boehmer
Fred Michalski – Alfred Dorfer
Martin Ledic – Vedran Kos
Oberst Sebastian “Basti” Moslechner – Oliver Karbus
Claus Hoppenstädt – Raphael von Bargen
Hofrat Dr. Johannes “Hans” Kelter – Rudolf Melichar
Kurt Greiling – Martin Bermoser
Bob Sherman – Seumas Sargent
Kásim Bagdadi – Samy Hassan
Nawal Bagdadi – Proschat Madani
Professor – Erich Knoth
N.N – Matilda Leko
N.N – Ivana Nikolic
N.N – Wilhelm Iben
N.N – Charlotte Krempl

Stab
2nd Unit Kamera – Clemens Lechner
2nd Unit Kamera – Martina Schmachtel
Aufnahmeleitung – Peter Muhr
Aufnahmeleitung – Ines Stoderegger
Aufnahmeleitung – Philipp Tröstner
Ausstattung – Bertram Reiter
Baubühne – Lenz Zeiner
Baubühne – Gerhard Zeiner
Beleuchter/Beleuchtungstechnik – Thomas Münster
Beleuchter/Beleuchtungstechnik – Arnold Gragabber
Besetzung/Casting – Eva Roth
Best Boy – Lukas Kern
Continuity – Iris Steiner
Digitaleffekte – Max Höllmüller
Garderobe – Marion Grädler
Kamera – Thomas Kiennast
Kameraassistenz – Christoph Beck
Kameraassistenz – Camillo Foramitti
Kameraassistenz – Florian Gasser
Kostümbildassistenz – Christine Ertl
Kostüme/Kostümbild – Uli Fessler
Maske/Maskenbildner – Andrea Soiron
Maske/Maskenbildner – Birgit Hirscher
Mischung – Thomas Pötz
Musik/Filmkompositionen – Lothar Scherpe
Oberbeleuchter – Benjamin Klein
Produktionskoordination – Sandra Hirscher
Produktionsleitung – Robert Sattler
Produzent – Markus Pauser
Produzent – Erich Schindlecker
Regieassistenz – Uli Jacobs
Requisite – Christian Haizinger
Requisite – Peter Kreiller
Requisite – Jörg Kristiner
Schnitt – Ingrid Koller
Schnittassistenz – Franz Königswieser
SFX – Tissi Brandhofer
Standfotografie – Petro Domenigg
Ton/Filmtonassistenz – Marek Vizner
Ton/Filmtonassistenz – Sebastian Watzinger
Ton/Filmtonassistenz – Joachim Johannes Baumann
Ton/Filmtonmeister – Walter Amann
Tonschnitt – Thomas Pötz
Videooperator – Patrick Primus

Weitere Meinungen und Rezensionen

Tittelbach.tv: Eisner und Fellner werden mal wieder aufs politische Glatteis geführt. Mit klassischem Ermitteln ist da nicht mehr viel. Dafür werden die Helden vom BVT abgehört und geraten in kurzweiliger Verschwörungskrimithriller-Manier zwischen alle Fronten. Selten wurde das in anderen Krimis oft zum seriellen Ritual verkommene Kompetenzgerangel so herzerfrischend und physisch in Szene gesetzt wie in diesem Ösi-Krimi von Harald Sicheritz nach dem Drehbuch von Verena Kurth.

WAZ.de: „Zwischen den Fronten“ spielt unterhaltsam mit der österreichischen Titelbesessenheit und dem Wiener Standesdünkel. Zuweilen wirkt der Angriff auf die Politik fast anarchistisch. Im südlichen Nachbarland jedenfalls geht man mit einer anderen Leichtigkeit an politische Themen.

Focus.de: Wer das in allem, besonders aber dem Abgründigen, immer etwas extremere Wiener Wesen mag, wird auch diesen „Tatort“ mögen. Für alle anderen gilt: Lieber noch eine Flasche vom Guten aufmachen. Der verhängte Fernsehentzug muss ja nicht bei Wasser und Brot sein…

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